Glossar A-M

In diesem Glossar kannst Du wichtige Begriffe rund um das Thema Energie nachlesen. Viele dieser Begriffe tauchen auch im Energiespiel Bayern auf. 

Ampère

Ampère (A) ist die international verwendete Maßeinheiten für die elektrische Stromstärke, benannt nach dem französischen Physiker André-Marie Ampère.

CO2 (Kohlenstoffdioxid)

CO2 oder auch Kohlenstoffdioxid ist ein Treibhausgas. Es fördert den so genannten Treibhauseffekt. Ist CO2 in erhöhter Konzen­tration in der Atmosphäre, wird Wärme, die von der Erd­ober­fläche abstrahlt und in den Weltraum verloren ginge, durch das CO2 auf die Erdoberfläche zurückreflektiert und die Erde erwärmt sich.

Dampfturbine

Der Rotor einer Turbine wird von Flüssigkeiten (oft Wasser) oder Gasen (oft Wasserdampf) in Drehung versetzt. Die Energie dieser Drehbewegung kann in einem Generator in elektrische Energie gewandelt werden. Turbinen werden zur Stromerzeugung in allen Wärmekraftwerken und in Wasserkraftwerken eingesetzt.

Endenergieverbrauch

Als Endenergie bezeichnet man die Energie, die aus der Steckdose, in die Heizung oder ins Auto kommt, also die Energie, die beim Verbraucher in Form von Strom, Brennstoffen oder Fern- be­zie­hungs­weise Nahwärme ankommt.

Energieeffizienz

Energieeffizienz ist das Verhältnis einer Leistung oder eines Nutzens zum dafür erforderlichen Energieverbrauch. Einer be­stimm­ten Leistung, etwa einem geheizten Zimmer, dem Betrieb eines Rechenzentrums oder auch dem Bruttoinlandsprodukt einer ganzen Volkswirtschaft, wird die dafür aufgewendete Energie gegenüber­ge­stellt. Je geringer der Energieverbrauch pro Leistung, desto größer die Energieeffizienz.

Erneuerbare Energien

Im Gegensatz zu den Energieträgern Erdöl, Kohle, Erdgas und Uran sind die erneuerbaren Energien eine Gruppe von Technologien, deren Ausgangsstoff regenerativ und damit erneuerbar und nahezu unendlich zur Verfügung steht.

Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG)

Gesetz über den Vorrang erneuerbarer Energien. In ihm werden Netzbetreiber verpflichtet, Strom aus erneuerbaren Quellen wie Wind, Sonne, Wasser, Biomasse oder Geothermie zu gesetzlich geregelten Preisen einzukaufen. Die Preise sind je nach Energie­träger verschieden. Mit dem Gesetz soll der Ausbau der erneuerbaren Energien gefördert werden.

Fossile Energieträger

Fossile Energieträger sind vor allem Steinkohle, Braunkohle, Erdöl und Erdgas. Im Unterschied zu erneuerbaren und atomaren Energie­­trägern sind sie aus den Überresten vorzeitlicher Lebewesen entstanden.

Gasturbine

Der Rotor einer Turbine wird von Flüssigkeiten, zum Beispiel Wasser, oder Gasen, etwa Wasserdampf, in Drehung versetzt. Die Energie dieser Drehbewegung kann in einem Generator in elek­tri­sche Energie gewandelt werden. Turbinen werden zur Strom­erzeugung in allen Wärmekraftwerken und in Wasserkraftwerken eingesetzt.

Generator

Ein Generator wandelt Bewegungsenergie in elektrische Energie um. Durch die Drehung einer Spule in einem magnetischen Feld wird eine Spannung erzeugt und dadurch werden Elektronen in Bewegung gesetzt.

Grundlast

Grundlast nennt man den Sockel des Strombedarfs, also die niedrigste Tagesbelastung eines Stromnetzes, die kontinuierlich abgedeckt werden muss. Strom aus einem Kraftwerk gilt demnach dann als „grundlastfähig”, wenn er genau kalkulierbar und ohne Abhängigkeit von schwankenden Rahmenbedingungen erzeugt werden kann.

Hydrothermale Geothermie

Bei der hydrothermalen Geothermie werden zur Wärme- und Stromerzeugung Thermalwasser-Aquiferen (Aquifer = natürlicher Grundwasserleiter) im tieferen Untergrund mit Temperaturen von über 20° C bis weit über 100 °C genutzt. Die Stromerzeugung ist allerdings erst bei Temperaturen über etwa 80 °C und ausreichender Ergiebigkeit möglich. Aufgrund des geringen Wirkungsgrades, bei den in Bayern herrschenden Temperaturverhältnissen circa 10% bis 13%, ist aus ökologischer und ökonomischer Sicht die Nutzung als Kraft-Wärme-Kopplung vorteilhaft.

Kilowattstunde (kWh)

Wattstunde (Wh) ist die Maßeinheit für Arbeit beziehungsweise für Energie. Im Alltag wird für die Abrechnung von Strom- oder Heiz­wärmekosten meist die Einheit Kilowattstunde verwendet. Eine kWh entspricht 1.000 Wh. Eine Wattstunde entspricht der Energie, die zum Beispiel eine Maschine mit einer Leistung von einem Watt in einer Stunde aufnimmt oder ein Kraftwerk, zum Beispiel ein Fahr­rad­dynamo, mit einer Leistung von einem Watt in einer Stunde abgibt (siehe auch Watt).

Kohlekraftwerk

Ein Kohlekraftwerk verfeuert Stein- oder Braunkohle, um aus der dabei entstehenden Wärme Strom zu erzeugen. Kohlekraftwerke stellen heute einen sehr wichtigen Teil der Grundversorgung an Strom. Allerdings emittieren sie mehr CO2 als alle alternativen Kraftwerkstypen und basieren auf einem endlichen, nicht re­ge­ne­ra­tiven Brennstoff.

Kohlenstoffkreislauf

Pflanzen benötigen zum Wachsen und Existieren Kohlenstoffdioxid (CO2). Bei ihrem Zerfall oder ihrer Verbrennung geben sie dieses Treibhausgas in die Atmosphäre ab. Auch zwischen Ozean und Atmosphäre findet ein dauernder CO2-Austausch statt. Allgemein bezeichnet der Kohlenstoffkreislauf den Austausch von Kohlen­stoffverbindungen zwischen Erde, Meer, Biosphäre und Atmosphäre.

Kraft-Wärme-Koppelung (KWK)

Das Prinzip der Kraft-Wärme-Koppelung (KWK) besagt, dass die bei der Erzeugung von Strom anfallende Wärme auch als Heiz­wärme oder Prozesswärme in Industriebetrieben genutzt wird. Umgekehrt kann bei der Wärmeerzeugung auch Strom als Neben­produkt erzeugt werden.

Durch KWK steigt der Wirkungs­grad der Energie­form, das Verhältnis der Ausgangs­energie, zum Beispiel chemische Energie von Kohle oder Uran oder der Bewegungs­energie von Luft oder Wasser, zur gewonnenen Nutz­energie, beispiels­weise Strom oder Wärme.

Mittellast

Mittellast nennt man den Teil des Strombedarfs, der über die Grundlast hinaus regelmäßig im Verlauf eines Tages abgedeckt werden muss. Ein Kraftwerk gilt dann als „mittellastfähig”, wenn es sich entsprechend den normalen periodischen Schwankungen des Strombedarfs regeln lässt. Wenn die Leistung der Grund- und Mittellastkraftwerke nicht mehr ausreicht, werden Spitzen­last­kraft­werke eingesetzt, um den kurzfristigen hohen Strombedarf abzudecken.

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